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Die zwei Türme
(Der Herr der Ringe, Drittes und Viertes Buch)

Im zweiten Teil wird über die Taten aller Gefährten berichtet, nachdem die Gemeinschaft des Ringes zerfallen war. Es wird von Boromirs Reue und Tod erzählt und von seiner Bestattung in einem Boot, das den Rauros-Fällen überantwortet wurde; von der Gefangennahme von Meridoc und Peregrin durch Orksoldaten, die sie über die östlichen Ebenen von Rohan nach Isengart verschleppen wollten; und von ihrer Verfolgung durch Aragorn, Legolas und Gimli.

Dann erschienen die Reiter von Rohan. Eine berittene Truppe, geführt von Eomer dem Marschall, umzingelt am Rande des Waldes von Fangorn die Orks und vernichtet sie; doch die Hobbits waren in den Wald geflüchtet und begegneten dort dem Ent Baumbart, dem heimlichen Herrscher von Fangorn. In seiner Gesellschaft wurden sie Zeuge, wie das Baumvolk in Zorn entbrannte und auf Isengart marschierte.

Inzwischen hatten Aragorn und seine Gefährten Eomer getroffen, der von der Schlacht zurückkehrte. Er verschaffte ihnen Pferde, und sie ritten weiter zu dem Wald. Während sie dort vergebens nach den Hobbits suchten, fanden sie Gandalf wieder, der, vom Tode zurückgekehrt, jetzt der Weiße Reiter war; doch er blieb voerst noch in Grau gehüllt. Mit ihm ritten sie durch Rohan zum Hof des Königs Theoden von der Mark, wo Gandalf den alten König heilte und ihn dem unheilvollen Einfluß von Schlangenzunge entriß, seinem bösen Ratgeber, dem geheimen Verbündeten von Saruman. Dann ritten sie mit dem König und seinem Heer gegen die Streimacht von Isengart und nahmen Teil an dem mit dem Mute der Verzweiflung erfochtenen Sieg bei der Hornburg. Gandalf geleitete sie nach Isengart, und sie fanden die große Feste durch das Baumvolk zerstört und Saruman und Schlangenzunge belagert in dem unbezwingbaren Turm von Orthanc.

Bei den Verhandlungen vor dessen Tür zeigte Saruman keinerlei Reue, und Gandalf setzte ihn ab, zerbrach seinen Stab und überließ seine Bewachung den Ents. Von einem hochgelegenen Fenster aus schleuderte Schlangenzunge einen Stein auf Gandalf, der ihn jedoch nicht traf und von Peregrin aufgehoben wurde. Es zeigte sich, daß es einer der drei noch vorhandenen Palantiri, der Sehenden Steine von Numenor, war. Später am Abend erlag Peregrin der Verlockung durch den Stein; er stahl ihn und sah hinein und wurde Sauron also offenbart. Schlie&zslig;lich erschien ein Nazgul, ein Ringgeist auf einem geflügelten Schlachtroß, über den Ebenen von Rohan, ein Anzeichen des drohenden Krieges. Gandalf übergab Aragorn den Palantir, nahm Peregrin mit sich und ritt davon nach Minas Tirith.

Die Erzählung kehrt zu Frodo und Samweis zurück, die jetzt durch die unwirtlichen Berge von Emyn Muil irren. Es wird berichtet, wie sie aus den Bergen entkommen und von Gollum überrascht werden; und wie Frodo Gollum zähmt und seine Bosheit bezwingt, so daß Gollum sie durch die Toten Sümpfe und die verheerten Lande führt nach Morannon, dem Schwarzen Tor des Landes Mordor im Norden.

Dort war es unmöglich hineinzugelangen, und Frodo nahm Gollums Rat an, einen geheimen Eingang, den dieser kannte, zu suchen, weit südlich im Schattengebirge, Mordors westlichem Schutzwall. Als sie dorthin wanderten, wurden sie von einem Spähtrupp der Menschen von Gondor unter Führung von Faramir, Boromirs Bruder, aufgegriffen. Faramir entdeckte, welcher Art ihr Auftrag war, widerstand aber der Versuchung, der Boromir erlegen war, und schickte sie auf den letzten Abschnitt ihrer Wanderung nach Cirith Ungol, dem Paß der Spinne; obwohl er sie warnte, daß es ein Ort tödlicher Gefahr sei, worüber Gollum ihnen weniger gesagt hatte, als er wußte. Gerade als sie zum Kreuzweg kamen und den Pfad zu der grauenvollen Stadt Minas Morgul einschlugen, ging von Mordor eine große Finsternis aus, die alle Länder einhüllte: Sauron schickte sein erstes Heer aus, geführt von dem schwarzen König der Ringgeister; der Ringkrieg hatte begonnen.

Gollum führte die Hobbits zu dem geheimen Weg, der Minas Morgul umging, und in der Finsternis kamen sie schließlich nach Cirith Ungol. Dort fiel Gollum in seine Bosheit zurück und versuchte, sie an das Ungeheuer zu verraten, das den Paß bewachte: Kankra. Das mißglückte durch den Heldenmut von Samweis, der Gollums Angriff abschlug und Kankra verwundete.

Der zweite Teil endet damit, daß Samweis sich entscheiden muß Frodo ist von Kankra gestochen worden und liegt scheinbar tot da: Entweder wird das Unterfangen scheitern oder Samweis muß seinen Herrn im Stich lassen. Schließlich nimmt er den Ring an sich und hofft, die hoffnungslose Aufgabe allein weiterzuführen. doch gerade, als er die Grenze des Landes Mordor überschreiten will, kommen Orks herauf von Minas Morgul und herab vom Turm Cirith Ungol, der den höchsten Punkt des Passes bewacht. Verborgen durch den Ring, hört Samweis das Gezänk der Orks mit an und erfährt daraus, daß Frodo nicht tot, sondern nur vergiftet ist. Zu spät setzt er ihnen nach; die Orks schleppen Frodo durch einen Stollen, der zum hinteren Tor des Turms führt. Als das Tor mit lautem Geklirr vor Samweis zuschlägt, fällt er in Ohnmacht.

© John R.R. Tolkien & Klett-Cotta

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... letzte Änderung am 23.05.98 um 23:05 h

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